Wildromatik Tour

NB.- So.- 21.06.2026 -“Waldromantik Tour“-

Sonntag früh bei noch angenehmer Temperatur treffen sich sechs Wanderer am ehemaligen Bahnhof in Rechberghausen zur Fahrt nach Eybach.

Wir durchschlendern den kleinen Flecken unter dem alles überragenden Himmelsfels. In deren Gassen ist uns keine Menschenseele begegnet, alles ist wie ausgestorben. Ein herrlich blühender Rosenbusch eines Vorgartens sorgt für Abwechslung.

Bald haben wir das kleine Dörfchen hinter uns gelassen und tauchen in das zauberhaft, bunte lebenserfrischende Blättermeer des Waldes. Anscheinend haben die wenigen Niederschläge der letzten Tage gereicht dieses Grün in allen Variationen je nach Stellung der Sonne zu erhalten. Auf weichen Pfaden mal breit mal schmal, geht es mit einem leichten Auf und Ab durch das Gehölz. Bei so vielen Eindrücken und Gefühlen haben wir die angenehme Temperatur vergessen. Der Wald als Speicher von kühler feuchtigkeitsreicher Luft.Bei der Unteren Roggenmühle an der Einmündung ins Magental erlebt die Gruppe einen freien Blick auf die Felsen des Tals. Bald sind die  noch mit frischen Kräften versehenen Wanderer im Urwald des Magentals verschwunden. Eigentlich unbeschreiblich. Frei stehende abgestorbene Baumstämme und wie bei einem Mikado Spiel  quer überein liegende Gehölze.

Mal geht der Pfad gerade, mal schlingelnd durch eine breite oder eine schmale Schlucht.

Dazu erblickt man nach oben schauend steile Felswände. Farne finden hier ihren Lebensraum.

Auch Gymnastik ist angesagt, mehrere quer liegende Baumstämme übereinander müssen überklettert werden. Die Fußgelenke werden in alle Richtungen gebogen.

Fast ungemerkt bei so viel Abwechslung haben wir den Ausgang des Magentals erreicht. Am Rand des Waldes geht es weiter Richtung Waldhausen. Wir Unermüdlichen sind jetzt schon des öfteren der Sonne ausgesetzt, machen viele Pausen und suchen den Schatten. Auch die Albhochfläche als Landschaft hat ihre Reize. Zum Beispiel herrliche Getreidefelder und freie Sicht. Auf einer Anhöhe unter einer Linde machen wir Pause und Gedenken den Wanderfreunden die wegen der Hitze daheim gebliebenen sind. Vor uns das kleine Albdörfchen Waldhausen, die Hitze hinterlässt ihre Spuren, die Straßen des Fleckens sind menschenleer. Ein naturbelassener Weg über die Hochfläche führt uns ins bewaldete Nonnental. An mehreren Kreuzungen vorbei geht es immer leicht wohltuend abwärts.

Zuletzt führt der Weg über dem Felsental bis er über die zwei Treppen in die eigentliche begehbare Schlucht einmündet. So sind die nach Flüssigkeit lechzenden Wanderer am Ziel angekommen. In der SC – Gaststätte in Geislingen war der Slogan der Wirtin, sind die Getränke auch kalt genug. So isch’s au wiedr schee gwäa oina wäg.

Hans Fink