„Wanderung im Ottenbacher Tal“- Kitzen – Waldenhof – Birkhof – Dangelhof – Feuerleshof.
Wieder einmal liegt vor uns ein neues Wanderjahr. Wir hoffen auf eine Zeit mit vielen Abenteuern, mit glücklichen Momenten, Eindrücken und Erlebnissen. 17 Wanderer treffen sich bei angenehmer Kälte am Bahnhof Rechberghausen. Auf der Fahrt zum Ausgangspunkt unserer Wanderung war der Gipfel des Hohenstaufens mit einer Wolke bedeckt, Als sich unser Auto die Steige aufwärts zum Dorf Hohenstaufen bemühte, entdecken wir unter der Haube am Berg waren die Bäume mit Raureif vereist. Der Beginn unserer Wanderung Kitzen am Kitzenbach ein kleiner Weiler deren Häuser sich unregelhaft in den Talgrund einfügen.
Auf einem naturbelassenen Feldweg geht es das Tal aufwärts. Rückwärts blickend schauen wir über die verschachtelten Dächer von Kitzen. Dahinter eine im Dunst liegende Hügellandschaft, deren bewirtschaften Wiesen sich bis an den Wald des Rehgebirges hoch ziehen. Über wegloses Gelände, bei klarer Winterluft, kein Lüftchen stört die Stille in diesem Tal. So kommen die Unermüdlichen zum Waldenhof.
Ehrfürchtig stehen wir vor der Antoniuskapelle, er soll ein Schutzpatron für vieles sein, auch für die Liebenden, So wollen wir uns Gedanken machen über das Leben unserer Vorfahren. Eine kleine Beschreibung aus der Geschichte der Höfe des Ottenbacher Tales. Die Höfe gehörten zu verschiedenen Herrschaften. Sie unterlagen dem Mittelalterlichen Lehenssystem. Der Inhaber des Hofes lebt und bewirtschaftet diesen. Dem Eigentümer gehört der Hof. Nach dem Tod des Inhabers fällt der Hof wieder an den Eigentümer zurück. Alle Veränderungen wurden von dem Eigentümer oder Herrn mit Gebühren oder Naturalien, z.B. das beste Stück Vieh im Stall belegt. Es gab auch Menschen in dieser Zeit die waren Leibeigen. Wollte die Braut in einer anderen Herrschaft heirateten, so mussten sie zum Beispiel dem Kloster Lorch eine Messingpfanne wo eine ausgewachsene Weibsperson rein stehen konnte stiften. Dieses wurde dann als Brautlauf bezeichnet. In einer anderen Zeit wurde eine jährliche Brauthenne verlangt. Erst im 19. Jahrhundert wurden diese Bestimmungen abgeschafft und jeder Bauer war sein eigener Hofeigentümer. Die Karawane zieht weiter, damit meine ich unsere Wandergruppe. Wir haben Hochnebel, somit sehen wir nicht den Gipfel des Hohenstaufens oder die Berge der Ostalb. Mit einem auf und ab auf urigem Weg, queren wir den Talschluss des Kitzenbachs. So erreicht die Wandergruppe die Hochfläche des Rehgebirges und den Birkhof.
Wir sind jetzt im Hof der Pferde. Ein offener Geräteschuppen am Wegesrand,brachte uns auf die Idee oder war es ein genialer Einfall, der uns veranlasste hier Pause zu machen und etwas Gutes für Leib und Seele zu tun. Ein Regal diente als Theke, ein Strohballen als Barhocker. Zu Schokoladenplätzchen und Australisches Gebäck gab es auch etwas Flüssiges.
Über ebenes Gelände am Rand vom Reichenbachtal erreichen wir den Dangelhof. Queren die Hochfläche und steigen am Feuerleshof vorbei
ab ins Ottenbacher Tal nach Kitzen unserm Ausgangspunkt. In Krummwälden im Bürgerstüble lassen wir den Tag in der warmen Stube ausklingen. Hans Fink







