„Rund um Stuttgart-Wangen“
Bei schönstem Frühlingswetter mit angenehmer Temperatur, treffen sich acht Wanderer zur monatlichen Wanderung an der Bushaltestelle Feuerwehr in Rechberghausen. Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln, Bus, Bahn, S-Bahn und U-Bahn erreichen wir zügig Stuttgart-Wangen.
Den kleinen dörflich geprägten Flecken deren Häuser und Kirche am Berg stehen, schließen wir bald in unser Herz. Zügig schreitet unsere kleine Truppe voran. Doch schon kommt das erste Stäffele zum Friedhof und unsere Geschwindigkeit wird gebremst. Innerhalb der Friedhofsmauer steht die Michaelskirche, in ihr ist gerade Gottesdienst, Kirchenmusik hören unsere Ohren. Nach Verlassen des Friedhofs beginnt unsere Wanderung.
Wir kommen auf die Faultannenfurche eine der langen Stäffele, steil geht es auf gepfasterten Steinen aufwärts, zwischen Obstgärten an Jahrhundert Jahre alten Steinmauern entlang.
Schwer geht der Atem, der ganze Körper wird gefordert, doch beim Erreichen des Wangerner Höhenweg gibt es eine Ruhebank zum Gruaba. Unsere Augen sehen über dem Neckartal den Roten Berg, Kerner und Kappelberg. Jetzt geht’s weiter den steilen „Oberen Letterle-Wandel“ hinauf und erreichen so den Höhenrücken. Wir sind auf dem Rennweg und befinden uns für kurze Zeit auf dem Rösslesweg. Mit ca.-150 m. Höhenmeter Aufstieg haben wir fast unser Tagespensum erreicht. Der Höhepunkt unserer Wanderung ist der „Grenzwandel“, In dieser Gegend werden Wanderwege als Wandel bezeichnet, man wandert also nicht mehr, sondern wandelt. Der Grenzwandel ist die Grenze zwischen der Ortschaft Wangen und Rohracker. Nach dem Burgbrünnele. kommen wir Rechts auf einen unscheinbaren Wiesenpfad dem Rohracker Kirchweg der zum Drei Ländereck, Rohracker – Hedelfingen – Wangen führt. Hier beginnt unser Wanderweg. knapp unter dem Rücken der Wangener Höhe und hoch über dem Dürrbachtal zieht unser entzückender schmaler Pfad dahin in stetigem Auf und Ab durch steile Rebenhänge und Streuobstwiesen entlang alter Trockenmauern und Gartenhäuschen.
Zwischendurch, nicht zu vergessen, genießen wir wunderbare Aussichten. Bis wir beim Eugen – Denneler- Brunnen wieder den Höhenrücken erreichen. Jetzt machen wir noch einen Abstecher zur Schillerlinde, von hier haben wir eine Aussicht über eine Industrielandschaft in einer Großstadt, im Hintergrund die Weinberge des Neckartals mit dem Schurwald. 

Über den Wangerner Höhenweg kommen wir leicht Abwärts zum Gasthaus Waldheim Wangen, sitzen im Biergarten unter blühenden Kastanien und lassen es uns bei leckeren Speisen gutgehen. Jetzt ist es nicht mehr weit zum Marktplatz Wangen. Mit den Öffentlichen Verkehrsmittel kommen wir gut und zeitig nach Hause.
Hans Fink




