29.5.2016 Naturkundliche Frühwanderung Heldenberg

Wanderbericht über die

 

naturkundliche Frühwanderung rund um den Heldenberg am 29.05.2016

 

Samstagnachmittag noch Starkregen, Sonntagmorgen ideales Wanderwetter so ist das eben wenn Hausemer Albvereinler sich was vorgenommen haben, „meistens halt“. Also machten sich 24 Frühaufsteher vom Wanderparkplatz „Heldenberg“ bei Nenningen um 09.00 Uhr auf den Weg das Christental mit all seiner Pflanzenvielfalt zu erkunden. Im hinteren Teil des Tales, gegenüber dem Christentalhof befindet sich ein naturkundlich besonders wertvolles Hangquellmoor. Hier hat sich in einer kleinen Talmulde eine Sumpfwiese mit vielen seltenen Pflanzen gebildet. Neben einem großen Bestand an Knabenkraut sind hunderte Exemplare des schmalblättrigen Wollgrases und der echten Sumpfwurz zu finden, für die Schwäbische Alb etwas Außergewöhnliches. Über den Christentalhof aufwärts zur Reiterles-Kapelle, wo eine kurze Rast eingelegt wurde, war es nicht mehr weit. Nachdem wir uns mit allerlei „Leckeres“ für alle gestärkt hatten, querten wir eine kurze aber überaus artenreiche Wacholderheide und waren so alsbald am höchsten Punkt unserer Wanderung angelangt. Am „Tanzbödele“, einem früheren Festplatz auf beinahe 700 Höhenmeter, befindet sich ein kleines Sumpfgebiet in dem dutzende Sibirischer Iris  zurzeit in voller Blüte stehen. Einem Naturfreund muss da wirklich das Herz aufgehen. Die sich daran anschließende ca. 2 km lange, sehr gepflegte Wacholderheide mit ganz toller Aussicht auf Donzdorf und die drei Kaiserberge und einer Artenvielfalt an seltenen Pflanzen, welche teilweise auf der „roten Liste“ stehen, ließen uns immer wieder innehalten und verweilen. Weil natürlich nach einer erlebnisreichen und schönen Wanderung der Einkehrschwung nicht fehlen darf, endete unsere Frühwanderung direkt beim Landgasthof Heldenberg, wo wir vorzüglich versorgt wurden. Mit dem abschließenden Wanderlied „wir wandern heut ins Schwabenland“, angestimmt von unserem Erich endete ein, so glaube ich sagen zu können sehr gelungener und auch mal ein etwas anderer Sonntagmorgen.

Euer Naturschutzwart Günther Wagner