14.5.2017 Auf den Spuren des Pfeifers von Hardt

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Eine Gruppe von fünf Wanderern machen sich auf nach Plochingen. Durch das ehemalige Gartenschaugelände, gelangen  wir zum Plochinger Kopf. Der Weg windet sich durch wunderbar blühende Bärlauch Flächen, umgeben von einem grünen Laubwald. Vor Köngen erblicken unsere Augen erstmals die Umrisse der Schwäbischen Alb. Strahlender Sonnenschein mit schönen Wolkenbildern  bekleiden  unser Vorwärtskommen. In einer Bäckerei in Köngen  nehmen wir uns kurz Zeit, für einen Kaffee. Interessant die Anlagen des 90-95 n. Chr. von den  Römern als Grinurio erbauten Kastell. 155 n. Chr. aufgegeben und danach von den Dorfbewohner zum Bau eines Römischen Bades genutzt. Nach überqueren der stark befahrenen Autobahn, könnte man sagen, von der Römerzeit ins Automobilzeitalter. Es fängt an zu regnen. Auf urigen Wegen  geht’s durch das Seebachtal. Im unbeschreiblichen Grün des Frühlings, schreiten wir durch den herrlichen Laubwald. Auf einer Lichtung erscheinen die Lindenhöfe. In der Ferne der Hohenstaufen und die Schwäbische Alb. Der Himmel reißt auf, die Sonne scheint. Hier wird Pause gemacht. Durch das Waldhäuser Holz, an den Grundmauer des ehemaligen Römischen Gutshauses vorbei, gelangen wir zur Oberensinger Höhe, mit seiner einmaligen Aussicht. Die Teufelsbrücke ist unser nächstes Ziel. Darüber wurden die in den Sandsteinbrüchen von Oberensingen hergestellten Mühlsteine, in grauer Vorzeit,  Richtung Stuttgart transportiert. Am Pfeiferbrunnen von Hardt, durften wir erfahren, einer Sage zu folge, wie der Pfeifer, Herzog Ulrich auf seiner Flucht aus Württemberg  um 1519 in der Ulrichshöhle versteckt gehalten hatte, und von Hardter Bauern mit Lebensmitteln versorgt worden ist. Wilhelm Hauff erzählt uns dies in seinem Roman „Lichtenstein“. Unser Weg führt uns talwärts ins Aichtal. Die Brücke darüber ist abgebrochen. Durch die Regenfälle der letzten Tage , ist der Wasserstand hoch und die Strömung stark. Etwas Aich aufwärts liegt ein Baumstamm quer über den Fluß. Wir bilden zwei Gruppen. Die Abenteuerlichen kommen rüber und nehmen das Risiko auf sich ins Wasser zu fallen. Der Rest läuft an der Straße entlang nach Oberensinger . Wie durch ein Wunder treffen wir uns beide im Ort. In der Gaststätte „Schlachthaus“ in Nürtingen ist jeder mit dem Tag zufrieden, bevor wir mit der Bahn die Rückreise beginnen

Ursula Reik und Hans Fink.